„Mensch Hotte, zieh‘ do nich so!“, sagt der dicke Berliner und zerrt seinen Hund zurück auf die Brücke. Hotte, der eher einer Wurst als einem Terrier gleicht, hatte vom Warten auf dem vereisten Schnee kalte Pfoten bekommen und einen Versuch unternommen, sein Herrchen zum Weitergehen zu bewegen. Doch Herrchen füttert Enten. Aus einer riesigen, prall gefüllten Alditüte segelt altes Weißbrot Krumem für Krumen in den Bach. Hotte wird Geduld brauchen.
Etwas später schimpft das dicke Herrchen auf die fast bewegungslos treibenden Enten ein, warum die denn jetzt sein Brot verschmähen. Bekloppte Viecher. Hotte wittert seine Chance und zerrt erneut an der Leine. Sein Herrchen kippt das restliche Brot ins Wasser, die Enten interessiert das nicht mehr. „Komm Hotte, die sin doch blöde.“ Meckernd schiebt er sich die Tschapka tiefer ins Gesicht und stampft von der Brücke. Hotte trottet müde hinterher, was soll er auch machen.

(Aus Gründen des Hunde- und Personenschutzes gibt’s kein Foto von den beiden.)

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