Ich glaube, in meinem ganzen Leben habe ich noch nie so dicht an einem Laden gewohnt. Über die Straße, schräg hinter unserem Haus, befindet sich ein kleiner Supermarkt. Keiner will dort eigentlich einkaufen, der Laden ist ramschig, das Sortiment unterirdisch, aber immerhin. Für Butter, Bier und Schokolade reicht es allemal. Das Einkaufen erreicht eine viel entspanntere Dimension. Fehlt abends fünf vor acht etwas Essbares, schlufft der eine oder die andere mal eben über die Straße. Vielleicht ja eines Tages auch in Latschen und Bademantel. Aber nicht nur das. Mit dem Einkaufswagen können wir theoretisch bis zum Kühlschrank rollen und dort auspacken. In Rücksicht auf den neuen Fußboden taten wir das bisher nicht… aber wer weiß. Im Fahrradkeller parkt bereits ein Einkaufswagen, der Rest unserer Haus-WG weiß die Vorteile offensichtlich auch zu schätzen.

Was für den Einkaufswagen gilt, funktioniert auch mit dem Kinderwagen. Theoretisch können wir bis in die Wohnung schieben. Das machen wir ebenfalls nicht, sondern parken vor der Wohnungstür. Nachdem ich zwei Kinder in der Wanne von unten bis in den zweiten Stock geschleppt habe – während am anderen kleinen Finger und um den Hals noch der Einkauf baumelte, ist das eine Errungenschaft, über die ich mich bestimmt drei mal täglich freue. Wie über einiges andere auch.

Naja, und was mit dem Kinderwagen geht, funktioniert eines fernen Tages auch mit Rollator oder ähnlichem. Schau mer mal.

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